Fragen und Antworten zur Feuchtemessung
Was ist das Holzfeuchteäquivalent (HFÄ) ?Wie verwendet man die Gleichgewichts-Feuchtetabelle ? |
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Befinden sich mehrere Baustoffe wie oben beschrieben miteinander im Feuchte-Gleichgewicht, so kann der massebezogene Feuchtegehalt %mc dieser Stoffe sehr verschieden sein, z.B. bei Putz 1-3%, Mauerstein 2-5%, Zementmörtel 5-7% und Holz 20%. Gerade Estriche oder auch Gipskartonplatten absorbieren von Typ zu Typ unterschiedlich viel Feuchtigkeit, so dass auch im völligen Feuchte-Gleichgewicht ganz verschiedene %mc-Werte existieren können. Mineralische Baustoffe haben unterschiedliche Grenzwerte des massebezogenen Feuchtegehalts, oberhalb deren eine Schädigung des Baustoffs eintritt. Die Angabe des masse- (oder volumenbezogenen) Feuchtegehalts sagt also nichts über die mögliche Schädigung des Baustoffs oder angrenzender Baustoffe aus.
Protimeter Leitfähigkeits-Messgeräte wie der Mini oder der Surveymaster zeigen deshalb ein Holzfeuchteäquivalent (HFÄ) oder auf englisch „Wood Moisture Equivalent - WME“ an. Dieses gibt an, ob an dem gemessenen Baustoff oder den Bauteilen, die sich in der Nähe dieses Baustoffs befinden, Schimmel entstehen könnte.
Mit Hilfe der Gleichgewichts-Feuchtetabelle von Protimeter lässt sich aber überschlägig ein %mc-Wert für einige Baustoffe ermitteln. Beispielsweise nimmt ein Stück Randleiste aus Holz in einem feuchten Raum mit 70% relativer Feuchte mit der Zeit einen massebezogenen Feuchtegehalt von 15% an, ein mit dem Holz in Kontakt stehende Gipswand ca. 0,1-0,2% und der Betonboden ca. 4,8%. HFÄ/WME – Holzfeuchte-Äquivalent/Wood Moisture Equivalent %mc – massebezogener Feuchtegehalt ERH – „Equilibrium Relative Humidity“ = Feuchte-Gleichgewicht, es wird kein Wasser zwischen den beteiligten Stoffen transportiert |
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